Pay per Use Hosting

09. Juni 2010, 20:22 Uhr
WebHosting
von Frank

PSST, dieser Artikel dreht sich um WebHosting, wir haben da ein paar spannende Produkte im Angebot.

Mehr über unser WebHosting …

Früher war die Telefonrechnung höher, wenn man mehr telefoniert hat. Flatrate sei dank ist die Telefonrechnung jetzt immer hoch. Es gibt nicht nur Internet- & Telefon-Flatrates, sondern auch Flatratesaufen und Bordell-Flatrates. Nur Strom und Wasser werden meist noch klassisch nach Verbrauch abgerechnet. Wie schauts mit Hosting in Zeiten von Cloud Computing und Software as a Service aus?

All you can eat

Viele große Webhoster, die sich auf Endkunden spezialisiert haben bieten neben dedizierten oder virtuellen Servern eine überschaubare Menge von festen Shared Hosting Paketen an. Diese unterscheiden sich von Hoster zu Hoster in der Ausstattung und im Naming. Mit inkludiertem Webspace wird man heutzutage immer großzügiger bestückt, mit schnellerem Internet wächst auch die Lust auf mehr Speicher. Der Clou: Die meisten Endverbraucher-Hoster bieten derzeit unlimitierten Datentransfer an.

Mischkalkulation fürs Flatratepaket

Die durchschnittliche Firmen-, Vereins-, Hasenzüchter- oder Fan-Website hat kaum Traffic. Wenn doch einer dabei ist, der mal ein bisschen mehr verbraucht, dann geht das eh im leisen Grundrauschen unter. Das befriedigt ein verständliches Kundenbedürfnis: vorher wissen zu wollen, was nachher zu zahlen ist und sich frei von bösen Überraschungen in Form von Nebenkostenabrechnungen fühlen. Win-Win?

Webhosting Pakete skalieren leider nicht

Die Entscheidung für ein Hostingpaket oder einen Server wird auf Grundlage einer Selbsteinschätzung an Ressourcenverbrauch und eventuell nach Leistungsumfang getroffen. Ein nachträgliches Anpassen der Leistungen nach oben oder unten ist meist nicht möglich, nicht nur technisch, sondern auch vertraglich, da diese oft für 12 Monate abgeschlossen werden.

Wir glauben nicht, dass das die Realität gut abbildet.

Wer weiss schon, wie gut das geplante Webprojekt angenommen werden wird? Was ist während der Entwicklungszeit, wo noch keine Besucher da sind? Es besteht die Gefahr, dass man ein zu schmales oder ein zu großes Paket bucht. Außerdem muss man in Paketen natürlich auch alles andere Mitkaufen, was man eigentlich nicht haben will.

Das Ausnutzen des unlimitierten Traffics verhindern meist sowieso ein paar gut versteckte Flaschenhälse – denn gerade im Shared Hosting sind viele Ressourcen limitiert und sie werden mit vielen Nachbarn geteilt:

  • Der Webserver ist zu langsam, oder es steht zu wenig RAM zur Verfügung
  • Die I/O Last der Festplatten ist nicht ausreichend, zuwenig mögliche Schreib- oder Lesezugriffe möglich
  • Die PHP Perfomance ist nicht ausreichend, siehe hier
  • Die Datenbankserver können die Menge der Requests nicht handeln
  • Vertragliche Klauseln: technische Bandbreitendrosslung (Bandwith Capping) ab bestimmten Verbauchswerten

Es bringt also nur in sehr speziellen Fällen etwas, wenn nur eine einzelne Ressource unlimitiert ist.

Die Bezahlen-nach-Verbrauch-Alternative

Als verhältnismäßig kleiner Hoster müssen wir Strom, Datentransfer, Hardware und Miete fürs Rechenzentrum in “kleineren” Mengen abnehmen, weshalb wir nicht die Marge von großen Webhostern erreichen können. Gleichzeitig wollen wir keine leeren Versprechungen verkaufen und ein gesundes Preis-Leistungsverhältnis bieten. Aus dieser Not haben wir eine Tugend gemacht.

Eine modulare Hosting Produktstruktur, mit  verbrauchsabhäniger Abrechnung (Pay per Usage). Die Produkte sind in Tarife unterteilt (z.B. 1-10, 11-20 …)  siehe auch: Preisübersicht. Wir unterscheiden hier zwischen zwei unterschiedlichen Produkttypen:

  • Bestellung: Webprojekte (mit FTP Konten), PHP, MySQL-Datenbanken (mit Benutzern), Domains und E-Mail Adressen. Diese werden im MISH Control Panel angelegt (und natürlich auch gelöscht). Wechselt man durch eine neue Bestellung in einen höheren Tarif wird dieser erst ab der Erstbuchung Tagesgenau bis zum Monatsende berechnet. Wieder runter geht es noch einfacher: am ersten jedes Monats wird automatisch der passende kleinstmögliche Tarif für alle Produkte eingestellt.
  • Verbrauch: Speicher, Verkehr und Newsletter sind passive Produkte, die wiederum in Tarifen organisiert sind. Sie werden global für ein MISH Konto abgerechnet. So können z.B. drei Webprojekte gemeinsam in die kleinsten Tarife von Verkehr und Speicher passen. Speicherverbrauch erhöht sich durch Uploads von Dateien auf den Webspace (meist via FTP). Verkehr entsteht durch Website-Besucher. Newsletter beziffert die Anzahl der gesendeten Mails über die MISH Newsletter Mailserver.

Pro & Con

Der Hauptvorteil ist der faire Preis: man zahlt nicht für seinen Nachbarn mit, sondern nur für das, was auch wirklich selber verbraucht wird. Es bedarf keiner großen Anfangsinvestitionen, Mehrkosten entstehen erst bei Wachstum. Dann natürlich nicht zu vergessen: die einfache Skalierbarkeit, denn jede Ressource kann wachsen.

Etwas Sachverständnis und ein gewisses Grundinteresse werden allerdings vorausgesetzt.

Es bleibt noch die Angst vor der Kostenfalle, bei schwankenden monatlichen Beträgen: Bei den meisten unserer Kunden bleiben die monatlichen Kosten, trotz  schwankender Verbrauchwerte, dank unseren Tarifstufen gleich.

Wer seinen Hosting Verbrauchsbedarf bereits kennt, z.B. da die Website bereits bei einem anderen Hoster betrieben wird, kann unseren Preiskalkulator nutzen, um sich ein Bild zu machen, welche Gesamtkosten zu erwarten sind. Im MISH Control Panel kann jederzeit der stunden-aktuelle Kostenstand mit allen Verbrauchswerten eingesehen werden.

Wettervorhersage

Wir sind nicht die Einzigen, die in dem verbrauchsabhängigem Hosting Preismodell grosse Vorteile sehen. Viele moderne Cloud-Dienstleister, wie zum Beispiel die Amazon Web Services, rechnen nach “Usage” ab.

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